Die Frage nach der optimalen Ernährungsweise ist gar nicht so einfach zu beantworten. Klar, sie sollte so vollwertig und naturbelassen wie möglich. Denn wir alle brauchen Nährstoffe und das in möglichst unverarbeiteter Form, das liegt in der Natur der Dinge. Dass jeder Mensch von Grund auf verschieden ist in seiner Konstitution wird oft vernachlässigt. Nicht jeder verträgt Rohkost (so gesund sie auch ist) und nicht jedem ist es gegeben bestimmte Essintervalle einzuhalten, weil Stoffwechsel, Verdauung und generell der ganze Körper bei jedem etwas anders tickt. Natürlich gut genießen, der persönlichen Konstitution entsprechend finde ich eine schöne Beschreibung einer guten Ernährung die auch meiner Vorstellung von Ganzheitlichkeit entspricht.

 

Veggie oder Vegan

 

Eine Diskussion die oft und schnell sehr hitzig werden kann ist die, ob man nun Fleisch isst oder nicht, oder gar ganz auf tierische Produkte verzichtet. Meine Meinung dazu ist, dass das Leben zu  vielfältig ist um es in feste Spaten zu pressen. Deshalb reihe ich mich weder bei bei dem einen noch dem anderen ein. Dennoch habe ich mit der Zeit eine klare Haltung gegenüber tierischen Produkten entwickelt. Ich esse seit vielen Jahren kein Fleisch mehr, weil ich es nicht brauche und der Fleischindustrie ziemlich kritisch gegenüberstehe. Kuhmilchprodukte bekommen mir nicht gut, ab und zu ein Stück Fetakäse auf dem Salat oder auf dem Brot finde ich aber sehr lecker und genieße das auch ohne Reue. Honig ist so ein Herzensding von mir und ich liebe ihn. Da ich selbst Bienenvölker betreue, sind mir die Produkte aus dem Bienenstock schon fast heilig. Die Rezepte auf diesem Blog sind alle ohne Fleisch und Kuhmilchprodukte. Lediglich Honig oder Feta sind hier und da als Zutat oder Topping mit angegeben, können aber auch weggelassen oder durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden. 

 

 

Zucker, Gift oder Panikmache?

 

Die Zahlen der Diabetes Typ II Erkrankungen scheinen eine eindeutige Sprache zu sprechen. Zucker ist billig für die Industrie, so werden Lebensmittel nach Herzenslust gestreckt , als Geschmachksbringer und Lückenfüller. Ein Blick auf die Zuatenliste vieler Produkte ist ziemlich erschreckend und teuer für die, die mit den Folgen eines aus dem Ruder gelaufenen Zuckerkonsums zu kämpfen haben. Unter diesem Aspekt ist der Begriff von Gift gar nicht mal so abwegig. Als ich vor ein paar Jahren der Zuckerfalle entsprungen bin, habe ich gemerkt wie schwierig das ist und welche Macht dieses weiße Zeug haben kann. Ich finde, gegen Süßes ist absolut nichts einzuwenden und es gehört auch mit zur Lebensqualität. Clever süßen mit Honig, Ahornsirup und Trockenfrüchten finde ich super. Diese bestehen zwar auch zu einem Großteil aus Zuckerverbindungen, bringen aber wertvolle Vitamine und Mineralstoffe mit sich. Ein guter Honig wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und ist voller guter Enzyme. Mehr über meinen Honig erfährst du hier.

 

Brot, Weizen und Gluten

 

Wer an Zöliakie erkrankt ist, muss definitiv einen Bogen um das Klebereiweiß Gluten und somit um Dinkel, Weizen, Roggen etc. machen. Es gibt viele Möglichkeiten für eine vollwertige Ernährung ohne Gluten und viele Supermarktregale haben bereits ein ausgedehntes Sortiment an Alternativen. Für alle anderen ist es in der Regel kein Problem und Brot wird gut vertragen. Wenn ich allerdings von Brot spreche, meine ich nicht die Klumpen aus Weißmehl, sonder ein richtiges Brot, am besten aus Sauerteig und mit langer Teigführung, denn erst diese macht ein Brot gut bekömmlich. Ich backe meine Brote zu 90% selbst mit einem Sauerteig, der schon viele Jahre alt ist und immer wieder aufgefrischt wird. 

Bio, eine Sache der Überzeugung

Mit den zunehmenden Belastungen der Umwelt durch unseren modernen Lebensstil gibt es gerade in der konventionellen Lebensmittelerzeugung problematische Praktiken die zu nährstoffarmen Böden führen. Dieser Mangel an Mineralstoffen ist dann folglich auch in den Pflanzen enthalten die auf solchen Böden angepflanzt werden. Nicht zuletzt der steigende Fleischkonsum führt dazu, dass immer mehr Anbaufläche für Futterpflanzen benötigt wird. Die Böden werden zudem stark gedüngt, um den Anbau solch großer Mengen überhaupt zu ermöglichen. Düngegemittel können jedoch zusätzlich die Aufnahme von Spurenelementen aus dem Boden hemmen. Aus diesem Grund finde ich eine klare Haltung gegenüber Lebensmitteln wichtig und versuche mit meinem Einkauf so gut es geht eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen.

 

Unterm Strich

 

Meine Entscheidung für die Wahl von Lebensmitteln ist nicht von Labeln wie vegan oder vegetarisch abhängig, denn diese stehen auch auf Softdrinks und Chipstüten. Ich ernähre mich zwar zu 95% rein pflanzlich, mache das aber nicht zum entscheidenden Kriterium beim Einkauf. Bei mir gilt eher das nette Sprichwort „Mehrwert durch Nährwert“. Es geht mir also auf den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln an und nicht darauf mit welchen Trends sie behaftet sind. Oft reicht dafür ein Schlender über den Wochenmarkt. Ein Stück Kuchen tut es aber manchmal auch. 🙂